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Tipps
und Tricks zur Erziehung eines Hundes
Was tun, wenn Sie Ihren Hund vergeblich rufen?
Rufen
Sie Ihren Hund nicht, wenn für Sie von vornherein feststeht,
dass
er nicht zu Ihnen kommen wird, sonst wird der Hund Ihr Rufen irgendwann
nicht mehr ernst nehmen. Wenn Sie aus Zorn oder Verzweiflung
über
sein Wegbleiben sogar hektisch werden und laut schreien:
wird
Ihr Hund entweder Angst vor Ihnen bekommen;
Sie als
planlos empfinden (kein ranghohes Tier würde im Verhalten so
entgleisen);
oder er
bezieht es
gar nicht auf sich und meint, Sie würden vor einer Gefahr
warnen;
in diesem Fall wird er nach einer möglichen Bedrohung Ausschau
halten und Sie verteidigen wollen.
Wie dem
auch sei: Es
kann sein, dass Ihr Hund nur langsam und zögerlich auf Sie
zukommt
und dabei - je nachdem auf welche der oben beschriebenen Weisen er auf
Ihr Rufen reagiert - verschiedene Beschwichtigungssignale (sich die
Oberlippe lecken, geduckt laufen usw.) zeigt, falls er Angst hat. Oder
er zeigt Verlegenheits- und Ablenkungssignale
(herumschnüffeln,
markieren usw.), wenn er die Situation nicht begreift und Sie und sich
selbst beruhigen möchte.

Abhilfe:
Sobald er zu Ihnen kommt, müssen
Sie ihn
loben. Sie dürfen ihn keinesfalls bestrafen. Rufen Sie Ihren
Hund
nicht nur zu Vorhaben, die er mit unangenehmen Erfahrungen, also mit
Einschränkungen und Verboten verbindet (zum Beispiel ihn
anleinen,
ihn shampoonieren und baden, ihm die Krallen schneiden, ihn in ein
Zimmer sperren, ihn alleine lassen usw.), sondern rufen Sie ihn des
öfteren zu sich, unabhängig von bestimmten
Situationen oder
Erfordernissen, und loben Sie ihn immer ausgiebig, wenn er kommt.
Für den Hund sollte das Zu-Ihnen-Kommen immer ein freudiges
Erlebnis sein.

Lernen
durch Erfolg und Bestätigung
Ein
Hund lernt
dann, wenn er den Wunsch hat, eine bestimmte Handlung zu wiederholen,
weil sie sich für ihn positiv ausgewirkt hat und er mit ihr
ein
Erfolgserlebnis verbindet.
Eine Belohnung wird als Erfolg und Bestätigung verstanden und
bewirkt eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit, ein
intensiviertes Verhalten sowie ein häufiges Wiederholen des
erfolgversprechenden Handelns.
Doch was empfindet ein Hund als Belohnung? Es ist wesentlich besser und
unmissverständlicher, an dieser Stelle erst gar nicht von
Belohnung, sondern vielmehr von Bestätigung zu sprechen. Jede
Art
von Bestätigung bekräftigt das Tier in seinem
Handeln,
deshalb sollte man sich über die verschiedenen Arten der
(bewussten und auch unbewussten) Bestärkungen im Klaren
sein.

Dazu
gehören:
Die
bewusste Bestätigung:
Die
mittels
Körpersprache oder verbalem Ausdruck gezeigte Freude des
Menschen
sofort nach dem erwünschten Verhalten des Hundes ist die
wichtigste Art der Bestätigung. Das Lob des Menschen wird
beispielsweise durch das reine Gefühl der Freude, die Stimme
oder
eine Berührung (streicheln) ausgedrückt. Durch
richtiges
Bestätigen kann man motivieren, erfreuen, das
Selbstbewusstsein
des Hundes steigern, ihm helfen, seine Ängste zu
überwinden,
usw. - aber natürlich nur dann, wenn der Hund Ihr Handeln
tatsächlich als Belohnung empfindet.
Die Belohnung:
Sie
erfolgt
immer mit Hilfsmitteln, nämlich mit Leckereien oder mit
Spielzeug,
vor oder nach einer vom Menschen gewünschten Leistung. Typisch
für die Belohnung ist, dass der Hund zum einen
selbständig
entscheidet, ob er die Leistung erbringt oder nicht, und dass er zum
anderen die Leistung ohne die Belohnung nur zögerlich oder gar
nicht erbringt.

Das
Ausweichen:
Der
Mensch umgeht unangenehme Situationen: Um unerwünschtem
Verhalten
des Hundes vorzubeugen, weichen viele Hundebesitzer aus, indem sie zum
Beispiel schnell um die nächste Ecke biegen, wenn Jogger oder
andere Hunde entgegenkommen. Als erste Reaktion auf einen
überreagierenden, aggressiven oder extrem ängstlichen
Hund
ist das Ausweichen akzeptabel, weil es auf das Tier stressmindernd
wirkt. Doch im Verlauf der Zeit sollten Sie als Leitfigur wirkliches
Führen lernen. Ansonsten ist die Tatsache, dass man ausweicht
bereits ein Missstand, weil sie bedeutet, dass der Hund bei seinem
Menschen nicht genug Orientierung und Sicherheit findet.
Natürlich
bemerkt der Hund das Ausweichen und fasst es als Unsicherheit des
Menschen auf. Aus diesem Grund meint er, die Führung und damit
auch die Verteidigung des Menschen übernehmen zu
müssen. Das
Ausweichen bestätigt und fördert dann das
unerwünschte
Verhalten Ihres Hundes, statt es zu beheben.

Die
negative Bestätigung:
Zur
Bestätigung gehören nicht nur Belohnung oder Erfolg,
sondern
es kann sein, dass der Hund Verhaltensweisen des Menschen als
Bestätigung empfindet, die der Mensch ganz anders meint, wie
etwa:
falsches Beruhigen (Sie loben oder beruhigen Ihren Hund im falschen
Moment, nämlich genau dann, wenn er beispielsweise Angst hat
oder
aggressives Verhalten zeigt); Hektik, Unbeherrschtheit oder Lautwerden
des Menschen (der Hund kann dies sehr leicht missverstehen, weil er
darin eine Verteidigungsbereitschaft seines Menschen sieht und sich
sofort in eine Kampfgemeinschaft gegen eine vermeintliche Bedrohung von
außen versetzt fühlt);
Schmerzminderung: der Hund zeigt das gewünschte Verhalten nur
deshalb, weil er dadurch Schmerz vermeiden kann, läuft
beispielsweise nur deshalb perfekt 'bei Fuß', weil er bei
jeder
Abweichung Schmerzen durch Stromschläge oder die Einwirkung
eines
Krallenhalsbandes zugefügt bekommt.

Quelle dieser Seite: ist www.web.de, hier sind diese
Auszüge entnommen
Unsere Tipps basiieren auf dem Buch 'Man nennt mich
Hundeflüsterin: Die Geheimnisse der Verständigung mit
dem
Tier' von Christiane Rohn, © Copyright 2004 ComArt, CH-6353
Weggis. In diesem Buch schreibt sie über ihre jahrelange
Erfahrung
im Umgang mit Hunden.
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